#notmykönig

Menschenkette vor der Zentrale von Walther König in Köln
Menschenkette vor der Zentrale von Walther König in Köln

Gestern hat die FAU Köln zusammen mit zahlreichen Genoss*innen der Syndikaten der FAU-West und vielen weiteren Unterstützer*innen vor der Konzernzentrale von Walther König in Köln getroffen, um Solidarität mit den Beschäftigten der Buchhandelskette auszudrücken und den Forderungen der Belegschaft weiteren Nachdruck zu verleihen.

Etwa 50 Menschen sind angereist, um ihrem Ärger über die skrupellosen Machenschaften der Geschäftsführung Luft zu machen. Mit Reden, Sprechchören, Transparenten und Flyern wurde klar gemacht: Eine derartige Behandlung von Mitarbeiter*innen lassen wir nicht durchgehen.

Transparent „Wo sind die Löhne, Walther?!“

Die Forderungen der Angestellten nach einem Lohn, der nicht nur wenige Cent über dem Mindestlohn liegt, nach bezahlten Urlaubstagen und eine Aufhebung der rechtswidrigen Minusstundenregelung sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Daraufhin wurden jedoch auslaufende Arbeitsverträge nicht verlängert, Löhne nicht ausgezahlt und nach der Forderung, die Löhne nachzuzahlen, wurden noch die übrigen Angestellten entlassen.

Die zwischenzeitlich – wohl mit aufgrund des Drucks von der Straße angelaufenen – Güteverhandlungen und Ankündigungen für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen reichen uns allerdings nicht aus.

Schild mit Aufschrift „Rücken krumm, Taschen leer, Walther König danke sehr! (nicht)“ vor der Zentrale

Stattdessen fordern wir

Unverzüglich:
• Rücknahme aller Kündigungen
• Auszahlung sämtlicher ausstehender Löhne
• Annullierung der unrechtmäßigen Minusstunden seit dem 01.11.2020
Rückwirkend zum 01.01.2020
• 10 bezahlte Urlaubstage im Jahr
• Rückerstattung bzw. Auszahlung von vergangenen Krankheitstagen und nicht gewährtem Urlaub
Und ab sofort:
• Erhöhung des Stundenlohns auf 11 Euro
• Feiertags- und Sonntagszuschläge von 1 Euro pro Stunde
• Nachtzuschlag von 25 Prozent zwischen 20 und 6 Uhr

Bis diese Forderungen in Gänze erfüllt sind, wird es auch weiterhin heißen #notmykönig!

Willy Millowitsch sagt „#heutekeinkönig! und morgen auch nicht!“

Für weitere Informationen schaut am besten auf der Webseite der FAU München (Link) vorbei, bei denen der Arbeitskampf begonnen hat.

[ssba]

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