IT

Gerade Informatiker leiden häufig unter übermäßig langen Arbeitszeiten: Überstunden stehen an der Tagesordnung. Sogenannte Crunch-Phasen, in denen die sonst übliche 40-Stunden-Woche aufgehoben wird und solange gearbeitet wird, bis das Projekt abgeschlossen ist, sind in vielen Branchen keine Seltenheit.
Burnout und Rückenprobleme durch das permanente Sitzen sind die Folge.
Weiterbildungsmaßnahmen werden häufig in die Freizeit verlagert, denn Informatik sei schließlich kein Beruf, sondern eine Berufung und ein Hobby – und für das will der Arbeitgeber nicht bezahlen müssen.
Gleichzeitig gelten Teile der Informatik häufig noch immer als „notwendiges Übel“: Vieles muss anders umgesetzt werden, als von den oft technisch wenig versierten Chefs gewünscht, da deren Ideen in der Praxis nicht möglich sind. Wenn es dann zwangsläufig einmal kracht, weisen die Vorgesetzten alle Schuld von sich und zeigen erzürnt auf diejenigen Angestellten, die sie vorher noch dafür angegangen sind, nicht schnell genug zu arbeiten und zu lange für ihre Aufgaben zu brauchen.

Die vergleichsweise gute Bezahlung in der Informatik darf nicht auf Kosten der körperlichen und geistigen Gesundheit gehen!

Die FAU kann dich unterstützen, indem Rechtshilfe zum Thema Arbeitsschutzgesetz gegeben wird, bei direkten Aktionen unterstützt wird oder – als letzte Option – auch Streiks organisiert werden, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Selbst kleine ergonomische Verbesserungen können einen großen Einfluss auf die Arbeitsqualität und die langfristige körperliche Gesundheit haben.
Wo der Schuh auch drückt: Wir helfen dir, Argumente für deine Wünsche oder Streitgespräche zu finden und zu formulieren.

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